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An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Praxis geben:
Zunächst einmal dürfen Sie von uns alle Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten erwarten, die heute Standard einer Allgemeinpraxis sind. Wir möchten Ihnen aber einige Verfahren näher erläutern, damit Sie schon darauf vorbereitet sind, wenn eine bestimmte Untersuchung oder Behandlung bei Ihnen durchgeführt werden soll.
Zur Herz-/ Kreislaufdiagnostik führen wir natürlich EKG -(Elektrokardiografie) Untersuchungen durch. Diese dienen der Beurteilung der elektrischen Herzaktivität, können Rhythmusstörungen aufdecken und Akutsituationen am Herzen beurteilen helfen. Dabei werden mehrere Kabel mit Kontaktplättchen (sog. Elektroden) an der Haut befestigt, mit deren Hilfe die sehr schwachen Ströme, die das Herz bei seiner Tätigkeit bildet, verstärkt und aufgezeichnet werden können. Wir verwenden dabei eine computerunterstützte Aufzeichnung, die bereits elektronisch die Herzstromkurve vermisst und eine genaue Analyse ermöglicht.
Die Untersuchung ist natürlich ungefährlich, denn es werden dabei keinesfalls elektrische Ströme in den Körper geleitet.
Neben diesem sogenannten Ruhe-EKG führen wir auch Ergometrien (Belastungs-EKGs) durch. Hierbei müssen Sie auf einem Fahrrad "radeln", wobei zunehmend höhere Belastungen eingestellt werden und dabei laufend ein EKG aufgezeichnet wird. Bei dieser Untersuchung sind wir stets anwesend und beobachten sowohl das Kreislaufverhalten (Puls/Blutdruck) als auch die Herzstromkurve. Die Ergometrie ermöglicht eine weitergehende Aussage zu einer möglichen Erkrankung der Herzkranzgefäße, kann darüber hinaus auch Rhythmusstörungen differenzieren helfen und das Blutdruckverhalten verdeutlichen. Es ist zweckmäßig, für diese Untersuchung eine geeignete Kleidung zu tragen (möglichst keine langen Röcke, engen Hosen usw.) und ggf. ein Handtuch mitzubringen, denn es kann unter Umständen "schweißtreibend" zugehen! Für Sie ungewohnt wird die Tatsache sein, dass das Fahrrad bei schnellerem Tempo leichter, bei langsamem dagegen schwerer zu treten ist; die Belastungsstufe wird nämlich automatisch konstant gehalten - so können Sie nicht "schummeln" und werden einer normierten Untersuchung unterzogen.
Eine weitere Untersuchung ist das Langzeit-EKG. Es wird vorwiegend für die Beurteilung von Herzrhythmusstörungen und zur Abklärung von Kollapsereignissen eingesetzt. Dazu werden die oben bereits erwähnten Elektroden mittels Klebepflaster auf der Haut fixiert und ein kleines Kästchen mit der Aufzeichnungseinheit an einem Gurt getragen. Die Untersuchung geht in der Regel über einen Tag; eine weitere Bedienung ist Ihrerseits nicht notwendig, da die Vorgänge automatisch ablaufen. Sie werden lediglich gebeten, ein Protokoll zu führen, in dem Sie wichtige Ereignisse, Belastungssituationen etc. protokollieren, damit mögliche Rhythmusstörungen diesen zugeordnet werden können.
Ähnlich wie das Langzeit-EKG läuft die Langzeit-Blutdruckmessung ab; auch hier wird ein kleines Kästchen mitgetragen, wobei allerdings keine Elektroden, sondern eine Blutdruckmanschette angelegt wird. Diese Untersuchung dient der besseren Beurteilung eines Bluthochdruckes oder möglicher Blutdruckschwankungen. Auch hier wird ein Protokoll von Ihnen erstellt, um Ereignisse zuordnen zu können.
Machen wir einen Sprung in die Abteilung Lungenerkrankungen. Hier steht uns zur Untersuchung ein Spirometer (Lungenfunktionsmeßgerät) zur Verfügung. Der Ablauf ist für Sie einfach und nicht belastend: Sie werden gebeten, in ein Rohr nach Anweisung kräftig zu pusten - die dann aufgezeichnete Lungenfunktionskurve gibt Aufschluß über Ihr Lungenvolumen und den Zustand der Bronchien - speziell Erkrankungen aus dem Asthmakreis oder Atemstörungen bei allergischen Erkrankungen lassen sich hiermit gut beurteilen. Ggf. bitten wir Sie noch, nach Anwendung einer Inhalation oder eines Sprays die Untersuchung ein zweites Mal durchzuführen. Dies zeigt dann noch, ob Ihre Bronchien auf bestimmte Substanzen mit einer Änderung des Durchmessers reagieren.
Übrigens verfügen wir für diejenigen Patienten, die ein Dosieraerosol für Erkrankungen der Bronchien benötigen, über ein Testgerät, mit dem der richtige Gebrauch dieser Aerosole geübt und überprüft werden kann. Es ist nämlich gar nicht so einfach, den "Asthmaspray" richtig anzuwenden! Wir helfen Ihnen hierbei gern weiter - sprechen Sie uns an!
Für vielfältige Untersuchungen innerer Organe und der Schilddrüse halten wir ein Sonografiegerät bereit (Ultraschallgerät). Die Anwendung ist im Gegensatz zu Röntgenstrahlen völlig ungefährlich, allerdings ersetzt die Sonografie nicht das Röntgen, sondern ergänzt die Möglichkeiten. Ein sogenannter Schallkopf wird dabei über der zu untersuchenden Region aufgesetzt, wobei ein Kontaktgel zur Verbesserung des Eindringens der Schallwellen - und solche sind es, mit denen untersucht wird - aufgetragen wird. Recht häufig untersuchte Organe sind die Schilddrüse, die Leber, die Gallenblase und Gallenwege, die Nieren, Bauchspeicheldrüse und Milz, aber auch Harnblase und Unterleibsorgane.
Zur Blutgefäßdiagnostik setzen wir ein Dopplerschallgerät ein; hiermit können Untersuchungen an Arterien und Venen erfolgen, um erste Hinweise auf Durchblutungsstörungen oder Thrombosen zu erhalten. Auch dieses Gerät arbeitet mit Schallwellen im Ultraschallbereich.
Zur Diagnostik von Erkrankungen im Enddarmbereich setzen wir ein Proktoskop ein. Dies besteht aus einem kurzen Rohr, das ein kleines Stück in den Enddarm eingeführt wird, wobei eine Lichtquelle die genaue Betrachtung von Erkrankungen in diesem Bereich ermöglicht.
Als wichtiges Hilfsmittel zur Früherkennung von Hautkrebs haben wir uns ein Dermatoskop zugelegt. Es handelt sich hier bei um ein spezielles Auflichtmikroskop, das Hautveränderungen in entsprechender Vergrößerung darstellen kann, wobei mit einem speziellen Beurteilungsverfahren eine Aussage über Krebsgefahren gemacht werden kann.
Weniger spektakulär sind dagegen Instrumente zur neurologischen Diagnostik - der berühmte Reflexhammer darf dabei genauso wenig fehlen wie Stimmgabeln und Instrumente zur Überprüfung der Sensibilität, auch ein Gerät zur Messung des Handdruckes gehört dazu.
Erkrankungen des Trommelfelles oder Gehörganges können mit einem Otoskop untersucht werden. Es handelt sich dabei um einen beleuchtbaren Trichter, der in das Ohr eingeführt wird und mit Hilfe einer Lupenvergrößerung eine Beurteilung erlaubt.
Auch die in jeder Praxis wohl gängigen Instrumente wie ein Stethoskop ("Hörrohr") und Blutdruckmesser gehören natürlich zu unserer Ausstattung, ebenso Sehtafeln, Farbsehtafeln und stereoskopische Untersuchungstafeln.

Therapieverfahren und apparative Ausstattung der Praxis:
Ein Therapieverfahren zur Schmerzbekämpfung ist die TNS oder TENS ("transkutane elektrische Nervenstimulation"). Hierbei handelt es sich grundsätzlich um eine Form der Elektrotherapie, die aber gezielt gegen Schmerzen eingesetzt werden kann. Das Besondere an diesem Therapieverfahren ist die Tatsache, dass nach einer Anwendungsphase in der Praxis, bei der Sie die genaue Bedienung erfahren und eine Erprobung stattfindet, das Gerät selbst zu Hause weiterbenutzen können; die Krankenkassen und auch - in der Regel - die privaten Versicherer tragen die Mietkosten.
Ein Ultraschalltherapiegerät rundet das physikalische Behandlungsprogramm ab; hier wird der Ultraschall nicht zur Untersuchung, sondern Behandlung eingesetzt; Anwendungsbereiche sind z. B. Prellungen, Tennisellenbogen, Kniebeschwerden etc.
Speziell zur intensiven medikamentösen Therapie führen wir Infusionen durch - Sie haben die Wahl, ob Sie eine Infusion liegend oder sitzend verabreicht bekommen wollen.
Wundversorgungen und Verbände werden ebenfalls durchgeführt. Auch die Anlage von Schienenverbänden und Gipsverbänden gehört zu unserem Versorgungsbereich.
Auch lokaltherapeutische Injektionen (z. B. Quaddeltherapien) können Sie bei uns erhalten. Letztere sind besonders effektiv bei bestimmten Wirbelsäulenerkrankungen . Darüberhinaus werden Aderlässe bei "zu dickem Blut" (Polyglobulie) und Punktionen des Rippenfellraumes (Pleurapunktionen) durchgeführt. Auch bei Aszites, der Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum, können wir unter bestimmten Voraussetzungen eine Punktion vornehmen.
Nach operativen Eingriffen können Sie sich vertrauensvoll an uns wenden - in aller Regel können wir Sie weiterbetreuen und das Ziehen der Fäden (evtl. einschließlich noch vorhandener Drainagen) und die Versorgung der Operationsnarbe übernehmen.
Erwähnen möchten wir noch, dass wir als Teilnehmer am "Disease-Management-Programm" Diabetes Schulungen in der Praxis anbieten, bei denen Ihre Kenntnisse zum Umgang mit der Zuckerkrankheit vertieft werden. Weitere DMP-Programme sind für Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße ("KHK"), Asthma und COPD (chron. Lungenerkrankung) vorgesehen , an denen wir ebenfalls teilnehmen.
Welche Behandlungs- und Beratungsverfahren wir noch außerhalb der Leistungspflicht der gesetzlichen Kassen durchführen, erfahren Sie hier.
Letztlich möchten wir noch auf die Möglichkeit hinweisen, sich in unserer Patientenbibliothek einzelne Titel auszuleihen (selbstverständlich kostenlos!).
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